Mit Rat und Zustimmung des Weyland hochehrwürdigen Superintendenten Johannes Burmeister gründeten die Steuerleute und Schiffsbedienten 1635 „Eine feine ordentliche Brderschaft" in Lauenburg. Die Gründung war kein Zufall – sie folgte dem Vorbild der Lübecker Stecknitzfahrer, knüpfte aber an lokale Bedürfnisse an: Selbstschutz durch Gemeinschaft, kirchliche Anerkennung (der Pastor war zentral!) und gegenseitige Hilfe in Notzeiten.
Der Superintendent Johannes Burmeister (1628–1635 tätig in Lauenburg) bestätigte die Gründung eigenhandig. Die Brüderschaft wählte die heilige Maria Magdalena zur Schutzpatronin – derselbe Schutzgeist der Stecknitzfahrer in Lübeck. Erste Ordnungen regeln Versammlungen, Beitragszahlungen (Tiedtgeld) und gegenseitige Unterstützung bei Todesfällen. Die Lade – ein hölzerner Behälter für Gelder und Aufzeichnungen – wird zum Symbol der Brüderschaft. Ein Auszug aus den Gründungsartikeln zeigt den Ton: Alle sollten „ihren Ältermännern in allen billigen Dingen gehorsam" sein und „bei der Zusammenkunft ganz stille sein, ihre Häupter entblössen und wohl zu hören, wa vorgetragen und gebracht werde."