Die Fahne von 1840/1865

Die Fahnen von 1840 / 1865 im Replikat von 2010

 

 

 

 

 

 

Der Vorstand hat anlässlich des 375 jährigen Jubiläums beschlossen, die sich im Museum befindlichen Fahnen von 1840 und 1865 nachmachen zu lassen., um die Motive in die Zukunft zu retten. Vor allem die Fahne von 1840 verfällt zusehends. Es wurde daher kein zeitgenössisches Motiv unserer jetzigen Zeit gewählt. Dies ist dann vielleicht dem nächsten Jubiläum im Jahr 2035 vergönnt

Die Fahnen stellen also Motive ihrer Zeit dar. Das Besondere an beiden Fahnen ist, dass nicht nur die typischen Schiffe, sondern auch deren Besatzungsmitglieder mit dargestellt werden. Das kommt sonst nur noch auf einem der Silberschilder des Willkommpokals aus derselben Zeit vor, auf dem sogar das Wort Vivat neben der Figur eingraviert ist.

Die Fahne von 1840 wurde vom dänischen König Christian VIII. gestiftet, der gerade den  Thron bestiegen hatte. Die Dänenzeit begann 1816 als Ergebnis eines Gebietstausches auf dem Wiener Kongress  und endete 1864 durch einen von Dänemark provozierten und dann verlorenen Krieg. Sie war geprägt durch eine Reihe von Besuchen dänischer Könige. Die Fahne von 1865 hingegen markiert den Beginn der dann wieder deutschen Zugehörigkeit.

Die beiden Fahnen haben im Original eine Größe von ca. 2,2 m im Quadrat. Da sie nur einseitig mit den aufwendigen Motiven gestaltet sind, bot es sich an, beide Fahnen in einer zu vereinigen. Da eine Replikation in Originalgröße nicht bezahlbar gewesen wäre, wurde die Größe auf 1,4 m Seitenlänge verkleinert. Es gibt nur wenige Firmen, die überhaupt in der Lage sind, eine solche Fahne mit diesem Detailreichtum herzustellen. Wir haben nach einem Auswahlverfahren die Firma Fahnenfleck beauftragt.

 

 

Zunächst wurden die Fahnen vor Ort im Lauenburger Elbschifffahrtsmuseum vermessen, skizziert und fotografiert. Dieses wurde dann in einem Entwurf umgesetzt, der dann als Basis für die Stickerei diente. Die Herstellung selbst mit einem ernormen Anteil an Handarbeit hat Monate gedauert, das Ergebnis kommt den Originalen sehr nahe und ist ausgesprochen detailreich.

 

 Diese Fahne soll in Zukunft auf der Schipperhöge wieder auf dem Saal zu sehen sein, wie die beiden Originale in früheren Jahren, woran sich vielleicht die Älteren noch erinnern.

 

 

 

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